Alois Manfred Demlehner
Alois M. Demlehner wurde 1965 in Griesbach in Deutschland geboren. Seit seinem Abschluss als Holzbildhauer an der Schnitzschule Berchtesgaden ist er als freischaffender Bildhauer tätig. Anfangs arbeitete er mit Stein und Bronze, seit 1998 vorwiegend mit Edelstahl, später kombiniert mit korrodiertem Stahl und seit 2010 in Kombination mit Acrylglas respektive ausschliesslich mit Acrylglas, wobei er je nach Objekt sogar Holz mit einbezieht. Auch seine Themen sind weit gefasst. Er setzt sakrale Themen genauso um wie menschliche Figuren, Tiere oder mythologische Gestalten. Vor allem weibliche und spirituelle Themen bilden den Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens und seit einigen Jahren vermehrt Formen aus der Natur. Seine Formensprache, anfangs noch gegenständlich, ging immer mehr eine symbiotische Beziehung mit dem Material ein und wurde fließender und stilisierter, blieb aber figurativ. Seine Werke aus hochglanzpoliertem Edelstahl, je nachdem kombiniert mit absolut transparentem Acrylglas, leben von ihren Formen, dem Spiel von Schatten und Licht, von Reflexionen und Durchsichten. Sein großes Interesse an den verschiedenen Techniken und sein Ehrgeiz, jedes Material perfekt zu beherrschen, machen ihn zu einem einzigartigen Künstler. Er passt seine Umsetzung und Interpretation dem Material an und kreiert so Kunstwerke, die in jeder Beziehung absolut eindrucksvoll sind und zudem jedermann, der nur schon einmal versucht hat mit diesen Materialien zu arbeiten, in blosses Erstaunen versetzt.
Über Alois als Mensch
Alois M. Demlehner lebt auf dem Land, am Ende einer Sackgasse, abgeschirmt in einem riesigen natürlichen Park, den er eigenhändig in einen Wald transformiert. Er lebt abgeschieden zusammen mit seiner Lebenspartnerin, ohne Kontakt mit der Aussenwelt und völlig bescheiden. Alois ist still und wortkarg, aber überlegt. Seine Arbeitsweise ist besonnen, exakt bis ins kleinste Detail, immer wieder hinterfragend und überprüfend, dennoch zielstrebig und in Ruhe. Alois lebt für die Kunst. Er verlässt sein Grundstück kaum und wenn, dann nur ungern, denn seine nächste Umgebung ist für ihn Inspiration genug. Alois M. Demlehner traut sich an Materialien, von welchen jeder andere Künstler die Finger lässt. Edelstahl zum Beispiel, ein Material, mit welchem man eigentlich keine filigranen Arbeiten erschaffen kann, nicht so Alois. Er begann aus hunderten von kleinen Edelstahlstücken, die er zuerst verformte, danach zusammenschweisste und am Ende polierte, Gesichter zu gestalten, später ganze Körper und all dies in einem Detaillierungsgrad, der einen nur staunen lässt. Bei uns im BAIN-BLEU in Genf, wie auch im BLUE-art Roggegratbad sind zwei diesbezügliche Meisterwerke ausgestellt (Daphne und Eva). Seit einigen Jahren hat Alois M. Demlehner sich mittlerweile auf Acryl spezialisiert. Er experimentiert mit diesem Material bezüglich Farben, Formen, Grössen und Transparenz. Dauert bei anderen Künstlern die Entstehung ihrer Werke Tage, manchmal Wochen, so arbeitet Alois meist über mehrere Monate an einem Werk. Für die beiden Gross-Skulpturen im BAIN-BLEU benötigte er jeweils fast ein Jahr. Die Faszination bei den Werken von Alois sind das unglaubliche Spiel mit Licht und Schatten, Transparenz und Spiegelflächen sowie die Reflexion oder die Integration der unmittelbaren Umgebung in die jeweilige Skulptur. Nie mit sich zufrieden treibt es Alois M. Demlehner immer zu Neuem an und ist ein Werk vollendet, so war das höchste Lob, dass er sich bisher selber zollte «passt schon». Bei seiner derzeit letzten Arbeit für uns im BAIN-BLEU, einer liegenden, blau/transparenten „Nude“ hat er nun aber eine neue Bezeichnung für die Emotion gefunden, welche dieses Werk in ihm auslöste; er war von seinem Werk „geflasht“.
Ich kenne Alois M. Demlehner als Mensch, wie auch bezüglich seinem Schaffen seit bald 20 Jahren. Ich bin jedes Mal von neuem begeistert/geflasht von seinen Werken. Ich bedanke mich bei ihm und seiner Lebenspartnerin auch für die Freundschaft, die wir nun schon seit vielen Jahren pflegen dürfen und bin gespannt, was alles noch kommen wird.
Roger Bernet, VRP BAIN-BLEU Hammam & SPA Genève Plage sowie BLUE-art Roggegratbad